Morgenandacht für Montag 19.04.2021

 

Wir beginnen unsere Woche wie immer gemeinsam: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen“

Vor einiger Zeit hatte ich total interessantes Gespräch. Ein junger Mann erzählte mir, dass viele Dinge in seinem Leben schief gelaufen seien– Beziehungen, Arbeitsverhältnisse, das Verhältnis zu seiner Familie. Er sagte, dass er mittlerweile so weit sei, dass er sagen könne, dass er sich nur noch auf sich selbst verlassen würde. Ja meinte er, das trifft es, ich verlasse mich nur noch auf mich selbst.

Puh, dachte ich – wie anstrengend. Allerdings erzählte er weiter und meinte z.B.: Dass ich hier noch sitze, und damals nicht aus dem Fenster gesprungen bin, liegt nur daran, dass sich im passenden Moment eine Sozialarbeiterin meiner angenommen hat. Und das Verhältnis zu meiner Familie kommt gerade langsam wieder ins Reine,

weil es vor kurzem ein Ereignis gegeben hat, welches uns wieder zusammengebracht hat. So erzählte er das ein oder andere Schwierige aus seinem Leben und der Abschluss jeder „Geschichte“ war immer, wie sich plötzlich ein Ausweg aufgetan hat, wie eine unerwartete Begegnung etwas verändert hat oder jemand ein Wort gesagt hat, welches ihm geholfen hat. Als er fertig war, sagte ich vorsichtig zu ihm: Merkst du eigentlich, wie immer jemand in dein Leben eingegriffen und dir geholfen hat, wenn es augenscheinlich nicht mehr weiterging? Denn für mich sieht mir ganz nach Hilfe von oben aus.

Da war er platt, denn so hatte er es noch nie gesehen. Er war immer fokussiert auf das, was in seinem Leben nicht funktioniert hatte, wo Schwierigkeiten und schlimme Ereignisse ihn aus der Bahn geworfen hatten. Es war schön zu sehen, wie er plötzlich ganz nachdenklich wurde.

Ich glaube, dass es immer mal wieder einen Blick von außen auf unser Leben geben sollte, denn andere sehen vielleicht viel schneller als wir selber, wo uns Hilfe und

Zuspruch zuteil wurde – und wo wir eben einen Ausweg nicht aus eigener Kraft gefunden haben. Vielleicht ist es in dieser Woche der Osterzeit dran, mal zu schauen, was in unserem Leben passiert ist, wo es nicht wir selbst waren, die ein Problem gelöst haben. Und dann DANKE sagen, bei dem, der unser Leben begleitet und nie von unserer Seite weicht.

 

Und so segne uns in dieser Woche der liebende und gute Gott: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen“.